Katzenbuch

Wenn die Katze rollig wird

Ihre Miezekatze benimmt sich plötzlich sonderbar?
Sie ist seltsam aufgeregt, markiert überall, macht tiefe Verbeugungen und rollt sich auf dem Boden?
Sie frisst nicht und schreit dafür die ganze Nacht in den schrillsten Tönen?
Dann ist Ihre Katze sehr wahrscheinlich rollig.

Der Fruchtbarkeitszyklus von Katzen verläuft völlig anders als bei uns Menschen. Und das führt dazu, dass Katzen ohne Befruchtung in einen Zustand der ständig wiederkehrenden Rolligkeit verfallen können – nicht nur für den Besitzer, sondern auch für die Katze eine große psychische Belastung. Auch dies ist ein Grund, warum weibliche Katzen vor der ersten Rolligkeit kastriert werden sollten. Doch fangen wir mal ganz am Anfang an:

Ab einem Alter von etwa fünf bis acht Monaten tritt die erste Rolligkeit auf, die sich mehrmals pro Jahr wiederholt, vor allem in den Sommermonaten. Sie dauert etwas mehr als eine Woche mit vier paarungsbereiten Tagen. Wird die Katze in dieser Zeit nicht gedeckt, kann sie schon nach zwei Wochen wieder rollig werden, wobei das Verhalten immer auffälliger und verzweifelter wird.

Wer also keine Katzenbabys möchte, sollte auch im Interesse der Katze frühzeitig für eine Kastration sorgen. Dabei werden die Eierstöcke entfernt, so dass die Katze keinen Fruchtbarkeitszyklus mehr hat. Beim Kater werden die Hoden entfernt. Bei einer Sterilisation werden die Samen- bzw. Eileiter nur durchtrennt und ein kleines Stück davon entfernt. Ohne Kastration sind Katzen schnell nach der Geburt wieder paarungsbereit – da sie nur etwa drei Monate lang trächtig sind, können sie etwa zwei- bis sogar viermal pro Jahr gebären.

Der eigentliche Paarungsakt ist kurz und – vor allem für die Katzendame – eher schmerzhaft. Denn mit kleinen Stacheln am Penis des Katers, die beim Herausziehen schmerzen, wird der Eisprung angeregt. Während einer Rolligkeit kann eine Katze von mehreren Männchen begattet und auch befruchtet werden.

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