Katzenbuch

Warum Katzen schnurren und miauen

Schnurren gibt es bereits bei Wildkatzen, selbst Löwen und Tiger schnurren.

Allgemein wird angenommen, dass die Tiere damit einen entspannten, friedfertigen Zustand signalisieren. Kurz: Wenn Ihre Katze schnurrt, geht es ihr sehr wahrscheinlich gut und sie fühlt sich bei Ihnen sicher. Achten Sie aber auf die gesamte Körpersprache der Katze: Manchmal schnurrt sie auch, wenn sie verletzt oder ängstlich ist, um sich zu beruhigen.

Im Gegensatz dazu kommt Miauen nur bei domestizierten Katzen vor.

Das heißt, irgendwann in den letzten etwa 5.000 Jahren haben sich Katzen im Umfeld von Menschen das Miauen angewöhnt. Warum genau, ist nicht klar: Eventuell setzen sie damit ein kindliches Verhalten fort (Babykatzen müssen das Miauen allerdings auch erst lernen und quietschen meist eher) oder sie versuchen so, mit dem Menschen zu kommunizieren. Meist miaut die Katze, wenn sie unsere Aufmerksamkeit erregen möchte und wir etwas für sie tun sollen – oder ihr z.B. auf die Pfote getreten sind. Dabei kann das „Miau“ auch wie „Mau“, „Ma“, „Mao“ oder „Au“ klingen.

Außerdem gurren Katzen manchmal, wenn sie in guter Stimmung sind. Dieser Laut wurde ursprünglich verwendet, wenn die Mutter ihren Jungen Futter bringt. Wenn sie aber frustriert sind, zum Beispiel weil Beute außer Reichweite ist – oder weil ihr Mensch mit ihnen schimpft –, dann machen Katzen auch Schnattergeräusche. Es ist denkbar, dass Katzen so oft über Laute mit uns kommunizieren, weil wir ihre subtile Körpersprache oft einfach nicht zufriedenstellend verstehen.

Ein großer Teil der Kommunikation findet übrigens über die Augen statt:

  • Katzen tragen häufig Anstarr-Wettbewerbe aus. Der direkte Augenkontakt wird dabei als aggressiv verstanden und entweder erwidert oder, zur Demonstration von Unterlegenheit, abgebrochen.
  • Auch verengte Pupillen deuten auf Aggression hin, weite Pupillen hingegen auf Spiel und Neugier. Daran können wir erkennen, mit welcher Absicht die Katze zum Beispiel an unserem Hosenbein kratzt.
  • Wie im Kapitel über Liebesbekundungen genauer erklärt wird, ist auch Zwinkern eine häufige Ausdrucksform – wenn Sie zurückblinzeln möchten, dürfen Sie aber nicht zu lange starren. Katzenkommunikation ist oft subtil, Katzen lernen aber mit der Zeit häufig auch, unsere Signale zu deuten.

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