Katzenbuch

Spielen oder Kämpfen – die Unterschiede

Das Temperament von Katzen ist sprichwörtlich und sie tragen auch gerne spielerische Scheinkämpfe aus, die sehr wild aussehen können. Da ist es oft schwer zu erkennen, ob das noch Spiel ist oder ein wirklicher Kampf stattfindet, den man unterbrechen sollte. Deshalb haben wir hier einige Tipps für Sie, woran Sie die Unterschiede zwischen einem Spielkampf und einem echten Kampf erkennen können:

  1. Körpersprache: Haben die Katzen die Ohren angelegt und das Fell aufgestellt, dazu sogar die Krallen ausgefahren, dann ist das ein echter Kampf, bei dem sie nicht aufpassen, die andere Katze nicht zu verletzen.
  2. Geräusche: Wenn Sie lautes Fauchen und Schmerzensschreie hören, dann ist das kein Spiel, sondern ein echter Kampf.
  3. Sozialverhalten: Katzen, die normalerweise gut miteinander auskommen, kämpfen eigentlich nicht plötzlich. Auch wildes Toben ist dann häufig eher spielerisch. Auch, wenn sie sich abwechselnd gegenseitig jagen, deutet das auf ein Spiel hin. Und wenn sie sich danach nicht meiden und eventuell sogar nebeneinander schlafen oder fressen, dann war es sicher auch nur ein Spiel.
  4. Auf einen echten Kampf deutet hin, wenn sie sich danach plötzlich meiden oder nur eine Katze die andere Katze jagt – dann kann eine Form von Katzenmobbing vorliegen. Auch, wenn sich die Katzen nicht kennen, ist ein echter Kampf wahrscheinlicher.

Aber was tun, wenn Ihre Katzen miteinander kämpfen? Viele Katzenbesitzer kommen dann auf die Idee, etwas auf die Katzen zu werfen, um sie zu trennen. Das ist aber keine gute Idee – Katzen verstehen nicht, wo das plötzlich herkommt, und werden nur noch wütender auf die andere Katze. Besser ist es, sie abzulenken und den Blickkontakt zu unterbrechen, indem Sie etwas zwischen die Katzen bringen. Dann lenken Sie eine der Katzen mit Spielzeug in einen anderen Raum. Schaffen Sie außerdem für die Zeit „nach dem Kampf“ genügend Ausweichmöglichkeiten, damit die Katzen nicht immer wieder Konfrontationen ausgesetzt sind. Sie sollten sie dann auch für eine Weile in unterschiedlichen Räumen füttern.

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