Wichtiges wissen

Corona bei Katzen & Hunden

Tipps für Pandemien und Corona 2021 „Auszug aus „Ihr Katzen Buch““

Vor dem Hintergrund des weltweiten Covid-19-Ausbruchs stellt sich für alle Haustierhalter natürlich die Frage, ob das Risiko besteht, sich bei seinem plüschigen Begleiter anzustecken oder gar dessen Gesundheit zu gefährden. Darüber gab es in den ersten Monaten noch wenige Informationen, die überwiegend aus einzelnen Fall- und Erfahrungsberichten bestanden. Inzwischen gibt es allerdings mehrere wissenschaftliche Studien, die teilweise Entwarnung geben – aber nicht völlig.

Das wichtigste zuerst: Weder Katzen noch Hunde scheinen am Coronavirus zu erkranken. Dennoch können sie das Virus in sich tragen und während bei Hunden keine Übertragung beobachtet wurde, scheinen Katzen das Virus auch etwa fünf Tage lang an Artgenossen und möglicherweise auch Menschen übertragen zu können
https://www.mdr.de/wissen/katzen-hunde-corona-100.html .
In der gleichen Studie wurde auch festgestellt, dass sich weder Katzen noch Hunde nach einer überstandenen Infektion erneut anstecken. Damit sind Hunde dem aktuellen Wissensstand nach überhaupt kein Risiko, denn selbst wenn sie infiziert werden, erkranken sie nicht und geben das Virus nicht weiter. Katzen erkranken zwar nicht, können das Virus aber für eine kurze Zeit weitergeben. Vor allem bei Wohnungskatzen, die ohnehin nur sehr überschaubare soziale Kontakte haben, besteht also kaum ein Risiko der Weiterverbreitung.

Weil Katzen aber bis zu fünf Tage lang ansteckend sein können, sollten Sie wenn Sie selbst infiziert sind Ihre Katze vorsichtshalber für die Zeit Ihrer eigenen Quarantäne möglichst im Haus oder in der Wohnung behalten. So können Sie vermeiden, dass sie andere Katzen in der Nachbarschaft infizieren, die wiederum möglicherweise ihre Menschen anstecken. Indem Sie wiederum engen Kontakt zur Katze meiden und für regelmäßige Belüftung sorgen verringern Sie das Risiko, die Katze anzustecken. Auch Angehörige Ihres Haushalts sollten in dieser Zeit vorsichtshalber keinen engen Kontakt zur Katze haben, damit Sie sie nicht auf diesem Wege anstecken.

Bitte bedenken Sie aber, dass Ihr Stubentiger das nicht unbedingt verstehen wird – greifen Sie also keinesfalls zu radikalen Lösungen, etwa, die Katze in einem Raum einzusperren. Auch wenn nur wenige Tage lang ein eingeschränkter Kontakt notwendig ist, für Samtpfoten verursacht so eine plötzliche Veränderung psychologischen Stress: Sie muss sich ja irgendwie anpassen, ohne zu wissen, was los ist. Wichtig ist aber zum Beispiel, dass Sie Ihre Katze nicht zu nah ans Gesicht kommen lassen und sich gründlich die Hände waschen, wenn Sie Kontakt zur Katze hatten, vor allem, wenn es sich um eine Freigängerkatze handelt. So halten Sie das Ansteckungsrisiko niedrig.

So lange Sie selbst gesund sind, besteht kein Anlass für irgendwelche Maßnahmen: Bisher ist noch kein Fall bekannt, in dem eine Katze einen Menschen angesteckt hat, es gibt also keinen Grund, panisch zu reagieren. Denn selbst wenn Katzen offenbar Virusmengen ausscheiden, die zur Infektion anderer Katzen ausreichen, heißt das noch nicht, dass dies auch zur Infektion eines Menschen reicht.

Wenn Sie selbst mit dem Coronavirus infiziert sind und Ihre Haustiere testen lassen möchten, können Sie einen solchen Test bei Ihrem zuständigen Veterinäramt anmelden und bei Ihnen zu Hause durchführen lassen. Sollten Sie selbst nicht infiziert sein, wird ein solcher Test allerdings nicht empfohlen.
https://www.fli.de/de/aktuelles/tierseuchengeschehen/coronavirus/

Grundsätzlich gelten als Orientierung weiterhin diese Regeln:

Sollten Sie selbst infiziert sein oder Krankheitssymptome zeigen, halten Sie möglichst auch zu Haustieren Abstand und vermeiden Sie nicht notwendigen Kontakt.

Waschen Sie sich regelmäßig gründlich, mindestens 30 Sekunden lang, mit Seife die Hände. Vor allem, bevor oder nachdem Sie Ihre Katze streicheln etc.

Verwenden Sie auf keinen Fall Desinfektionsmittel an Ihrer Katze, für die Fellpflege etc. – das ist bestenfalls nutzlos, im Grunde aber Tierquälerei.

Beachten Sie allgemein die Regeln der guten Hygiene: Es gibt zahlreiche Krankheiten außer Covid-19, die erwiesenermaßen zwischen Katze und Mensch übertragen werden können. Vorsicht kann deshalb nie schaden.

Zudem empfiehlt der Tierschutzverband PETA aktuell, einen Tierfuttervorrat für mindestens zwei Wochen zu Hause zu haben, um bei eventuell möglichen Versorgungsengpässen die Ernährung Ihrer Katze oder Katzen sicherzustellen.
Es gibt zwar keinen Anlass für Hamsterkäufe – aber mit einem vernünftig dimensionierten Vorrat machen Sie es sich auch selbst leichter, für die Katzen zu sorgen, falls Sie in Quarantäne müssen und das Haus nicht mehr verlassen dürfen.

Ihr Katzenbch 2021

Dieses Buch ist in Zusammenarbeit mit Hilf 24 e.V. und dem eingetragenen Tierschutzverein APAFFI (www.katzen-hilfe24.de) entstanden und der Gewinn aus dem Verkauf des Buches fließt in die Tierschutzarbeit des Vereins.

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